Foz de Iguazu

14.10.2019

Vorbei an 9 Mautstellen und teilweise 41 Grad erreichten wir einen schönen Campingplatz in Iguazu mit Pool, Frühstück und Restaurant. Der Austausch mit zwei Overländerpaaren und natürlich der Besuch der größten Wasserfälle der Welt, dessen Gebiet die UNESCO seit 1986 zum Weltkulturerbe erklärte, bescherte uns ein schönes Wochenende, auch wenn es teilweise zu heiß war. Wir besuchten die Wasserfälle auf der brasilianischen Seite, man kann sie aber ebenso von Argentinien aus besuchen. Beeindruckend sind sie auf jeden Fall.

11.10.2019

Nationalpark Vila Velha

Westlich von Curitiba liegt der Parque Estadual de Vila Velha, auch als „steinerne Stadt“ bekannt. 23 im Lauf von Jahrmillionen entstandene Sandsteinpfeiler – mysteriöse Felsformationen aus roter Erde – kann man bestaunen. Manche sehen wie Stiefel oder Flaschen aus. Außerdem kann man im Park eine Reihe von furnas (Krater) sehen, die infolge unterirdischer Erosionen entstanden sind.

Oktoberfest Blumenau und Pomerode

10.10.2019

Im Vale Europeu, Tal des Itajai-Flusses, gibt es ein paar Orte mit traditionsbewußten Einwohnern. Deutsche Wurzeln sind besonders in Blumenau und Pomerode nicht zu übersehen. Hier gibt es Fachwerkhäuser bzw. alpenländische Architektur, viele deutsche Beschriftungen und gute Brauereien. Die größte deutsche Party auf dem amerikanischen Kontinent – das Oktoberfest – macht Blumenau so berühmt. Es war zwar gar nicht unbedingt unser Ziel, zum Zeitpunkt des größten Straßenfestes Brasiliens, außerhalb des Karnevals von Rio, hier zu sein, aber dennoch waren wir fasziniert, mit welcher Freude und Intensität die deutsche Kultur gefeiert wird. Wir kamen genau richtig zur Eröffnung des Oktoberfestes 2019. Es beginnt immer an einem Mittwoch mit einem riesigen Umzug und anschließend wird auf dem Gelände des Parque Villa Germanica in drei riesigen Hallen 20 Tage gefeiert. Angeblich werden hier täglich 40 000 Besucher erwartet. Wir übernachteten auf dem Stellplatz neben dem deutschen Kulturzentrum, und verbrachten einen wunderschönen Abend (bis Mitternacht bei über 20 Grad) mit zwei deutschen Overländern auf dem Oktoberfest, preiswerter als das Fest in München auf jeden Fall und mit deutscher Volksmusik. Ganz Blumenau ist mit schwarz-rot-gelben Fahnen oder Girlanden geschmückt. Überall kann man Trachtenmode kaufen.
Heute besuchten wir den netten Ort Pomerode, wo angeblich noch 70 % der 30 000 Einwohner deutsch sprechen und auch in der Schule wird deutsch gelehrt. Da wir unsere Herkunft nicht verleugneten, war die Freude bei denen, die sich mit uns unterhalten konnten, groß. Immerhin war das Deutsch besser als unser Portugiesisch.

09.10.2019

BR 101 - Autofahren in Brasilien

Zumindest im Süden von Brasilien heißt es bei roter Ampel: stehen bleiben. Motorradfahrer finden auch bei dichtem Verkehr immer eine Lücke und tauchen aus dem Nichts mit wahnsinniger Geschwindigkeit auf. Einen Ortsanfang erkennt man grundsätzlich an der Bremsschwelle am Boden. Schlechte Beschilderung und Einbahnstraßen machen das Fahren abenteuerlich. Trotzdem hatten wir eine landschaftlich schöne Fahrt teilweise am Atlantik entlang von Florianopolis bis Blumenau vorbei an einigen Städten, die von weitem schon durch ihre Hochhäuser zu erkennen sind. Brasilien ist sehr fortschrittlich, was die Bauten anbelangt, auch modernste Windräder haben wir gesehen.

Berge, Schluchten in Südbrasilien

08.10.2019

Eine beeindruckende Fahrt, zwar fast ausschließlich über Schotter, brachte uns durch Brasiliens Berge, mal grasbewachsen, an Aurakarienwäldern und Wasserfällen vorbei, durch von Japanern angelegte Apfelplantagen über abenteuerliche Brücken. Auch das Wetter hat begriffen, dass wir nur 3 Wochen Zeit haben und so genossen wir die tollen Aussichten und die Schluchten ohne Nebel. Die Nacht verbrachten wir am Mirante do Rio do Rastro, einem wunderbaren Aussichtspunkt. Wir sahen die Serra do Rio do Rastro, wo sich eine Straße mit zig Sepentinen (angeblich 284) entlang schlängelt, die wir heute nach der Verabschiedung von Ameisenbären und einem kurzen Abstecher zum Canion da Ronda, bezwungen haben. Kurve für Kurve (jede wurde mit einem Schild angekündigt…) rollten wir ins Tal. Die Suche nach einer Waschanlage für’s Auto hatte dann oberste Priorität, da die Matschpisten reichlich Spuren hinterlassen haben. Ab Lauro Müller fuhren wir wieder gesäubert an vielen Bananenstauden und blühenden Fliederbäumen vorbei (hier ist jetzt Frühling) über die BR 101 bis Florianopolis (Floripa). Die Stadt besteht aus zwei Hälften. Auf dem Festland liegt das Industriegebiet und auf der Insel das Stadtzentrum. Eine Brücke verbindet beide Stadthälften. Im südlichen Teil der Insel fanden wir auf einem Campingplatz nur wenige Minuten vom Atlantik entfernt.

Brasilien

06.10.2019

Von Punta del Este fuhren wir an der Ostküste Uruguays nach Chui, die Grenze zu Brasilien. Ohne Probleme und im gewohnten Ablauf (Migration: Pässe stempeln, Aduana: Papiere für’s Auto ausstellen lassen) reisten wir in Brasilien ein. Dieses Land grenzt an 10 Staaten und hat vier Zeitzonen. Auch hier folgten wir immer der östlichsten Straße. Oft waren wir längere Zeit allein unterwegs. Ein Feuchtgebiet mit unzähligen Vogelarten und Wasserschweinen (Capybara – das größte Nagetier der Welt) war zwar ausgewiesen, aber gefühlt zog es sich die ganze Strecke entlang. Das Wasser stand fast immer rechts und links neben der Straße, da es hier ziemlich viel geregnet hatte. Um so östlich wie möglich zu bleiben, nahmen wir von Rio Grande die Fähre und fuhren weiter auf einer schmalen Landzunge Richtung Norden. Auf dem Camping Vo Tacio wurden wir von Marcia ganz herzlich empfangen, bekocht und fanden im Gästebuch viele bekannte Overländer. Gut ausgeschlafen, mit einem Beutel Mandarinen und einer herzlichen Verabschiedung setzten wir die Reise auf der BR 101 fort. Während die ersten Tage relativ unspektakulär dem Vorankommen dienten, sollte nun das Ziel die Berge von Brasilien bzw. der Parque National de Aparados de Serra mit seinen atemberaubenden Schluchten sein. Eine 18 km lange Matschfahrt von Cambara do Sul nahmen wir auf uns, aber leider waren die Schluchten heute schon ausgiebig vom Nebel und Regen besucht. Man konnte die Wasserfälle zwar hören, aber die Schluchten nur erahnen. Der Nationalpark dient auch noch dem Schutz der Brasilkiefern.

04.10.2019

Punta del Este

Ca. 100 km rollten wir noch am Ankunftstag nach PdE. Der berühmte Ort am Atlantik in Uruguay gleicht noch einer Geisterstadt. Hotels und Restaurants sind geschlossen oder werden renoviert. Aber man kann erahnen, was hier in der Hauptsaison los ist. Wir hatten eine ruhige erste Nacht auf dem bewachten Parkplatz des Yachthafens. Das Wahrzeichen von Punta del Este ist „Die Hand im Sand“. Die Eisen- und Zementskulptur eines chilenischen Künstlers ist seit 1982 nicht mehr aus Punta wegzudenken. Ein Foto ohne Touristen ist sicher selten.

Da sind wir wieder

03.10.2019

Nach zwei ruhigen Flügen (München – Madrid – Montevideo) sind wir in Uruguays Hauptstadt gelandet. Mit uns wurden noch zwei Paare vom Inhaber des Stellplatzes, wo unser Wohnmobil 7 Monate in einer Halle stand, abgeholt. Auf dem Weg dortin versorgten sich alle mit dem Nötigsten in einem Supermarkt. 22 Stunden lagen zwischen dem Abschließen der Haustüre und dem Einsteigen ins Womo. Geht doch…
Schnell wurde der Inhalt der Gepäckstücke in den Fächern verstaut, Kaffee gekocht, Brotzeit gemacht sich mit den anderen Overländern ausgetauscht, Wasser aufgefüllt und siehe da, ohne Panne wäre es ja zu langweilig: die Wasserpumpe war kaputt. So kam eine Ersatzpumpe zum Einsatz, welche uns schon im vorherigen Womo viele Jahre begleitet hat.
Aber dann brachen wir auf, um Südamerika weiter zu entdecken.

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